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Projektstandardisierung und agile Planung - so haben wir bei manaTec unsere eigene Projektarbeit neu aufgestellt haben

Ein Blick hinter die Kulissen: Wie wir Struktur, Transparenz und Teamkultur in unseren ERP-Projekten gestärkt haben, gefördert durch die Europäische Union.
29. Juli 2026 durch
Projektstandardisierung und agile Planung - so haben wir bei manaTec unsere eigene Projektarbeit neu aufgestellt haben
 
29. Juli 2026 durch
Projektstandardisierung und agile Planung - so haben wir bei manaTec unsere eigene Projektarbeit neu aufgestellt haben

Ein Projekt läuft rund, weil ein erfahrener Kollege genau weiß, was zu tun ist. Aufgeschrieben hat es niemand. Beim nächsten Projekt fängt das Team wieder bei null an. Genau hier setzt Projektstandardisierung an, und genau diesen Punkt haben wir bei manaTec angepackt. Über mehrere Monate haben wir in einem geförderten Vorhaben unsere eigene Projektarbeit standardisiert und unsere Planungsmethodik weiterentwickelt. Das Ergebnis hat unsere Zusammenarbeit verändert. Es zeigt, wie New Work und saubere Prozesse zusammengehören.

Über dieses Vorhaben (Förderhinweis)

Dieses Vorhaben wurde im Rahmen des Förderprogramms „ESF Plus Innovationsassistent, Innomanager, Transferassistent" durch den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) und den Freistaat Sachsen gefördert. Begleitet wurde es über die Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB). Ziel war es, über die geförderte Rolle eines Innovationsmanagers die Projektmethodik der manaTec nachhaltig zu professionalisieren: durch Standardisierung von Projektabläufen und die Weiterentwicklung einer agilen Planungsmethode. Entstanden sind ein einheitlicher, dokumentierter Projektleitfaden, eine strukturierte Kick-off-Phase, interne Schulungen sowie datenbasierte Planungs- und Auswertungsinstrumente. Sie erhöhen Transparenz, Planungssicherheit und Qualität in unseren Projekten dauerhaft. Die finanzielle Unterstützung durch die Europäische Union hat dieses Vorhaben erst möglich gemacht.

Warum wir unsere eigene Projektarbeit auf den Prüfstand gestellt haben

Als Odoo-Partner begleiten wir Unternehmen täglich dabei, ihre Prozesse zu strukturieren und zu digitalisieren. Umso wichtiger ist es, dass wir denselben Anspruch an uns selbst stellen. In der Praxis der ERP-Einführung zeigt sich immer wieder: Standardisierung macht Projekte effizienter. Einheitliche, nachvollziehbare Abläufe senken Fehler, verbessern den Informationsfluss und erleichtern die Zusammenarbeit im Team und mit dem Kunden.

Diese Struktur darf die Beweglichkeit nicht ersticken. Gute Projektarbeit lebt davon, dass Teams selbstorganisiert und flexibel auf neue Anforderungen reagieren. Klare Standards auf der einen Seite, agile Planung auf der anderen: Um diese Balance ging es uns. Wir wollten keinen kurzen Effekt. Es ging uns um einen Verbesserungsprozess, der im Arbeitsalltag ankommt und bleibt.

Ein zweites Ziel war das Onboarding. Sind Projektdaten und Vorgehensweisen einheitlich beschrieben, finden sich neue Kolleginnen und Kollegen schneller zurecht. Und Projekte lassen sich besser vergleichen. So arbeiten wir an gemeinsamen Standards und vermeiden Insellösungen.

Du willst wissen, wie sich diese Erfahrungen auf Dein Odoo-Projekt übertragen lassen?

Fragen? Jederzeit.

Projektstandardisierung: Vom „gelebten" zum dokumentierten Prozess

Im ersten Themenkomplex ging es darum, implizites Wissen sichtbar und wiederverwendbar zu machen. Viele Abläufe funktionierten bei uns gut, lebten aber vor allem im Kopf erfahrener Kollegen und waren nicht sauber beschrieben. Der Wunsch, diese Prozesse zu spezifizieren und zu dokumentieren, kam schließlich aus dem Team selbst, nicht mehr nur aus der Geschäftsführung. Das war für uns das wichtigste Signal: Standardisierung wurde vom Managementthema zur gemeinsamen Haltung.

Ein verbindlicher Projektleitfaden

Im Zentrum steht heute ein weiterentwickelter Projektleitfaden. Er gibt einen klaren Überblick über Projektphasen, Rollen, Methoden und Entscheidungslogiken. Ihn gibt es in zwei Fassungen. Die konsolidierte Referenzfassung dient als offizielles Kommunikationsmittel, etwa zum Projektstart, gegenüber neuen Mitarbeitenden oder bei internen Audits. Die digitale, „lebende" Fassung bündelt zusätzliche Erläuterungen, Best Practices und Vorlagen und wächst laufend mit. So bleibt der Leitfaden aktuell und passt sich neuen Erkenntnissen und Marktanforderungen an.

Eine strukturierte Kick-off-Phase

Damit jedes neue Projekt konsistent startet, haben wir die Kick-off-Phase erweitert. Sie klärt von Anfang an Zielbilder, Rollen und Verantwortlichkeiten. Sie steuert die Erwartungen aller Beteiligten und benennt früh Risiken und Abhängigkeiten. Standardisierte Checklisten, Leitfragen und Entscheidungsgrundlagen sorgen dafür, dass Projekte von Beginn an transparent und vergleichbar starten.

Wissenstransfer durch Schulungen

Ein Standard wirkt nur, wenn ihn alle anwenden können. Deshalb gehörten interne Schulungen fest zum Vorhaben, für Projektleitungen wie für angrenzende Rollen. Wir haben Theorie konsequent mit praxisnahen Beispielen und Diskussionsformaten verbunden. So setzt sich das Team aktiv mit den neuen Prozessen auseinander, statt sie als Regelwerk in der Schublade zu vergessen.

Agile Planung: Von Bauchgefühl zu belastbaren Kennzahlen

Der zweite Themenkomplex betraf unsere Planungsmethode. Statt eine völlig neue Methodik einzuführen, haben wir unsere bestehende agile Arbeitsweise gezielt weiterentwickelt, mit Fokus auf Operationalisierung und Messbarkeit. Ziel war, bislang überwiegend qualitativ getroffene Entscheidungen durch belastbare, zeitnahe Kennzahlen zu ergänzen, ohne die nötige Flexibilität einzuschränken.

Echtzeit-Auswertungen und Kapazitätsplanung

Dafür haben wir Auswertungen zur Team-, Mitarbeiter- und Projektperformance entwickelt und bestehende Datenquellen zusammengeführt. Sie schaffen Transparenz über Auslastung, Projektfortschritt und Ressourceneinsatz, auf Management- wie auf Teamebene. So diskutieren Teams über Prioritäten und Kapazitäten auf einer gemeinsamen Datenbasis, ergänzt um die Einschätzung der Beteiligten.

Uns war eine Haltung wichtig: Planung soll selbstorganisierte Teams unterstützen, nicht kontrollieren. Die neuen Instrumente haben wir in moderierten Workshops und Feedbackrunden gemeinsam mit den Teams erprobt und auf Praxistauglichkeit geprüft. Das hat die Akzeptanz deutlich erhöht.

Vorausschauend statt rückblickend planen

Ergänzend haben wir die historische Kapazitätsplanung analysiert und wiederkehrende Muster und Abweichungen erkannt. Daraus ist eine vorausschauende Planung entstanden, die kurz- und mittelfristige Engpässe früher sichtbar macht. So steuern wir rechtzeitig gegen, ohne die Agilität der Teams zu beeinträchtigen.

Vom Projekt zum Kundenlebenszyklus

Ein wichtiger Schritt war der erweiterte Blick: weg von der reinen Projektebene, hin zum gesamten Kundenlebenszyklus. Statt Projekte isoliert zu betrachten, sehen wir den Kunden heute über alle Phasen hinweg, von der Klassifizierung über das erste Projekt bis zur langfristigen Betreuung. Das erlaubt eine umfassendere Bewertung von Ressourcenbindung, Wirtschaftlichkeit und strategischer Relevanz und schafft die Grundlage für eine stabilere Auslastungsplanung. Passend dazu haben wir unsere Teamstruktur stärker an Aufgabenbereichen und Projekttypen ausgerichtet.

Was das bewirkt hat

Datenbasierte Transparenz, die Abstimmung mit den Teams und der erweiterte Blick auf Kundenbeziehungen haben zusammen die Planungsqualität erhöht und die nötige Flexibilität erhalten. Für unsere Projektarbeit heißt das konkret:

  • Mehr Transparenz und Vorhersehbarkeit der Projektergebnisse durch einheitliche Prozesse.
  • Höhere Planungssicherheit, weil Engpässe früher sichtbar werden.
  • Bessere Skalierbarkeit und Wiederverwendbarkeit der erarbeiteten Lösungen über das einzelne Projekt hinaus.
  • Eine stärkere Team- und Feedbackkultur: Prozesse zu prüfen, zu bewerten und anzupassen gehört heute fest zu unseren Meetings.

Der Nutzen bleibt nicht bei uns. Standardisierte, effiziente Projekte beschleunigen die Einführung moderner ERP-Systeme beim Kunden. Sie verkürzen die Zeit, bis sich eine digitale Transformation auszahlt. Das stärkt digitale Kompetenzen und fördert einen ressourcenschonenden Umgang mit Prozessen. Beides, digitale Kompetenzen und ein Beitrag zur grünen Wirtschaft, gehört zu den übergeordneten Zielen der ESF-Plus-Förderung.

Fazit

Gute Projektarbeit braucht beides: verlässliche Standards und agile Beweglichkeit. Diese Balance haben wir mit unserem geförderten Vorhaben gefunden. Getragen wird sie von einem dokumentierten Projektleitfaden, einer strukturierten Kick-off-Phase, datenbasierten Planungsinstrumenten und einer Teamkultur, die kontinuierliche Verbesserung selbstverständlich macht. Für uns ist das gelebtes New Work: mehr Selbstorganisation, mehr Transparenz und mehr Verantwortung im Team.

Möglich gemacht hat das die Förderung durch die Europäische Union im Rahmen des ESF Plus. Wenn Du wissen willst, wie sich Standardisierung und agile Planung auf Dein Odoo-Projekt übertragen lassen, melde Dich gern bei uns. Wir teilen unsere Erfahrungen offen.

FAQ zu Projektstandardisierung und agiler Planung

Projektstandardisierung heißt, wiederkehrende Abläufe, Rollen und Entscheidungslogiken einheitlich zu beschreiben, statt sie dem Zufall oder dem Erfahrungswissen einzelner Personen zu überlassen. In ERP-Einführungsprojekten sorgt das für vergleichbare Projektstarts, weniger Fehler und einen besseren Informationsfluss. Ein verbindlicher Projektleitfaden, standardisierte Kick-off-Checklisten und dokumentierte Best Practices machen Wissen wiederverwendbar und erleichtern das Onboarding neuer Projektmitarbeitender erheblich.
Sie ergänzen sich. Standards geben den verlässlichen Rahmen, etwa eine einheitliche Kick-off-Phase, während die agile Planung dafür sorgt, dass Teams flexibel auf Änderungen reagieren. Wichtig ist, Planung als Unterstützung für selbstorganisierte Teams zu verstehen, nicht als reines Kontrollinstrument. Belastbare, zeitnahe Kennzahlen ergänzen das agile Vorgehen, ohne seine Beweglichkeit einzuschränken.
Es ist ein Förderprogramm, das über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) und den Freistaat Sachsen finanziert und über die Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB) umgesetzt wird. Es unterstützt Unternehmen dabei, qualifizierte Fach- und Führungskräfte wie einen Innovationsmanager einzubinden, um Innovationen und die Weiterentwicklung des Unternehmens voranzutreiben. Bei manaTec floss diese Förderung in die Professionalisierung der Projektmethodik: Standardisierung von Abläufen und Weiterentwicklung der agilen Planung.
Zu den zentralen Ergebnissen gehören ein einheitlicher, dokumentierter Projektleitfaden in einer Referenz- und einer digitalen „lebenden" Fassung, eine strukturierte und verbindliche Kick-off-Phase, interne Schulungen zum Wissenstransfer sowie datenbasierte Auswertungs- und Kapazitätsplanungsinstrumente. Zusätzlich haben wir unsere Perspektive vom einzelnen Projekt auf den gesamten Kundenlebenszyklus erweitert und unsere Teamstruktur entsprechend ausgerichtet. In Summe erhöhen diese Ergebnisse Transparenz, Planungssicherheit und Qualität, dauerhaft und über einzelne Projekte hinaus.

Quellenverzeichnis

  • Interner Sachbericht „MINT-Fachkräftebindung", manaTec GmbH (Stand: Juli 2026)
  • Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB), Förderprogramm ESF Plus Innovationsassistent, Innomanager, Transferassistent, sab.sachsen.de (Stand: Juli 2026)
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