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Odoo DATEV Export: So übergibst Du Deine Buchhaltung sauber

Ablauf, Formate und die Stellen, an denen der Standard in der Praxis nicht ausreicht
2. September 2026 durch
Odoo DATEV Export: So übergibst Du Deine Buchhaltung sauber
manaTec GmbH, Jarl Müller


2. September 2026 durch
Odoo DATEV Export: So übergibst Du Deine Buchhaltung sauber
manaTec GmbH, Jarl Müller

Der Odoo DATEV Export übergibt Deine Buchungssätze an das Steuerbüro. Seit Odoo 18 steckt die Funktion im Standard, eine Zusatzsoftware brauchst Du dafür nicht mehr. In der Praxis reicht der Standard aber nicht immer aus. Kostenstellen fehlen, Belegfelder lassen sich nicht steuern, und exportierte Buchungen lassen sich erneut exportieren. Wir zeigen Dir, wie der Export abläuft, welche Formate wann sinnvoll sind und an welchen Stellen Du nacharbeiten musst.

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Odoo DATEV Export im Standard

Seit Odoo 18 gehört der DATEV Export zum Standard. Du brauchst dafür kein Zusatzmodul mehr. Die Funktion liegt in der Buchhaltung unter Reporting.

Odoo erzeugt zwei Arten von Dateien. Zum einen CSV-Dateien im DATEV ASCII-Format. Sie enthalten Buchungssätze, Sachkonten und Partnernummern. Zum anderen ein XML-Paket für DATEV Unternehmen online. Darin liegen die Beleg-PDF zu Ein- und Ausgangsrechnungen.

Die deutschen Kontenrahmen SKR03 und SKR04 sind hinterlegt. Steuerschlüssel und Buchungstexte kommen aus der Standardlokalisierung. Eine Konfiguration auf DATEV-Seite entfällt. Du importierst die Datei direkt nach dem Monatsabschluss.

Das ist der große Unterschied zu früher. Bis Odoo 17 brauchtest Du ein externes Modul, meist den DATEV Connector eines Drittanbieters. Diese Zeit ist vorbei.

Diese Lücken bleiben im Standard offen

Der Standardexport deckt das Nötigste ab. Vier Punkte fallen im Alltag auf.

Erstens die Partnernummern. Odoo nutzt die interne Datenbank-ID als Debitoren- und Kreditorennummer. Die passt selten zu den Nummernkreisen Deiner Kanzlei.

Zweitens die Kostenstellen. Der Standardexport überträgt sie nicht. Wer in Odoo mit analytischer Buchhaltung arbeitet, verliert diese Information beim Export.

Drittens die Belegfelder. Belegfeld 1 enthält die Journalnummer, zum Beispiel BNK1/2026/00123. Rechnung und Zahlung tragen dadurch unterschiedliche Referenzen. DATEV kann beide Einträge nicht automatisch ausgleichen.

Viertens die Festschreibung. Bereits exportierte Buchungen lassen sich erneut exportieren. Doppelbuchungen in DATEV sind damit eine Frage der Zeit.

Diese vier Punkte landen als Mehraufwand bei Dir oder beim Steuerbüro. Genau dort setzt unser Odoo DATEV AddOn an.

Odoo DATEV Export Schritt für Schritt

Der Export selbst ist schnell erledigt. Die Vorbereitung entscheidet über das Ergebnis.

Kontenrahmen und Steuersätze prüfen

Prüfe zuerst den Kontenplan. SKR03 und SKR04 bringt Odoo mit. Eigene Konten müssen einem DATEV-Konto entsprechen.

Kontrolliere danach die Steuersätze. Jeder Steuersatz braucht den passenden DATEV-Steuerschlüssel. Stimmt der Schlüssel nicht, weist DATEV die Buchung zurück.

Prüfe zuletzt die Automatikkonten. Bei einem Automatikkonto darf kein abweichender Steuersatz gebucht sein. Diese Prüfung spart Dir die häufigste Rückfrage aus der Kanzlei.

Wenn Du unsicher bist, ob Dein System sauber aufgesetzt ist, hilft ein Odoo Accounting Health Check.

Journale und Zeitraum auswählen

Wähle im Exportdialog den Buchungszeitraum. Üblich ist der abgeschlossene Monat.

Danach wählst Du die Journale. Du kannst alle Journale exportieren oder einzelne. Getrennte Exporte je Journal sind sinnvoll, wenn Deine Kanzlei sie so anfordert.

Achte auf offene Posten. Nicht abgeglichene Zahlungen erscheinen nicht im Export. Gleiche Bankbewegungen vorher ab.

Export starten und Datei prüfen

Starte den Export. Odoo erzeugt ein ZIP-Archiv mit den Einzeldateien.

Öffne die Datei accounting_entries und sieh Dir die ersten Zeilen an. Prüfe Belegfeld 1, das Soll-Haben-Kennzeichen und die Steuerschlüssel. Fehler fallen hier sofort auf.

Erst danach lädst Du die Datei in DATEV hoch.

ASCII oder XML im Odoo DATEV Export

Odoo bietet zwei Formate. Sie schließen sich nicht aus.

Das ASCII-Format als CSV ist der klassische Weg. Es enthält die Buchungssätze und geht an DATEV Rechnungswesen. Das Format versteht auch andere Systeme, etwa Addison, Lexware oder Agenda.

Das XML-Format richtet sich an DATEV Unternehmen online. Es transportiert zusätzlich die Beleg-PDF. Deine Kanzlei bekommt Buchung und Beleg in einem Paket. Der Upload läuft über Belegtransfer.

Arbeitet Deine Kanzlei mit DATEV Unternehmen online, nutze XML. Arbeitet sie klassisch mit Rechnungswesen, nutze ASCII. Viele Unternehmen fahren beides parallel.

Kostenstellen im Odoo DATEV Export

DATEV kennt zwei Kostenstellenfelder je Buchungszeile, KOST1 und KOST2. Der Odoo Standard füllt beide nicht.

Für Unternehmen mit Kostenstellenrechnung ist das ein echtes Problem. Die Auswertung nach Bereichen fällt damit weg. Nachtragen lässt sie sich nur manuell in DATEV.

Unser AddOn schließt diese Lücke. Du legst je Kostenstellenplan fest, ob er auf KOST1 oder KOST2 geht. Anteilige analytische Verteilungen werden aufgelöst. Eine Buchung, die zu 60 Prozent auf Vertrieb und zu 40 Prozent auf Marketing läuft, wird beim Export in zwei Zeilen gesplittet.

Voraussetzung ist die aktivierte analytische Buchhaltung in Odoo.

Doppelte Buchungen sicher verhindern

Der häufigste Fehler beim Odoo DATEV Export ist der Doppelexport. Er passiert schnell. Zwei Personen exportieren denselben Zeitraum, oder ein Export wird nach einer Korrektur wiederholt.

Im Standard gibt es dagegen keinen Schutz. Odoo merkt sich nicht, welche Buchungen bereits übergeben wurden.

Mit dem AddOn setzt Odoo nach jedem Export ein Sperrkennzeichen. Gesperrte Buchungen bleiben bei künftigen Exporten außen vor. Es gibt zwei getrennte Kennzeichen, eines für Buchungen und eines für Anhänge. Aufheben darf die Sperre nur, wer Buchhaltungs-Administrator ist.

Für die GoBD ist das relevant. Nachvollziehbarkeit und Unveränderbarkeit sind zentrale Anforderungen. Die abschließende Bewertung trifft immer Deine Kanzlei, abhängig von Deinen Prozessen.

Was aus dem DATEV Connector geworden ist

Bis Odoo 17 war ein externer DATEV Connector der übliche Weg. Bekannt war vor allem das Modul der syscoon GmbH. Es bot ASCII-Export, XML-Export, Stammdatenexport, Nummerngenerierung und einen DATEV-Import.

Seit Odoo 18 hat sich die Lage verschoben. Der Export gehört zum Standard. Ein vollständiger Connector ist für die meisten Unternehmen nicht mehr nötig.

Was bleibt, sind die vier Lücken aus dem zweiten Abschnitt. Dafür braucht es kein komplettes Fremdmodul, sondern eine gezielte Erweiterung.

Ein Punkt fehlt bewusst: der Import von DATEV nach Odoo. Unser AddOn deckt ihn nicht ab. In der Praxis ist der Rückweg selten nötig. Odoo bleibt das führende System für Rechnungen und Zahlungen, DATEV übernimmt die Auswertung. Wer Lohnbuchungen zurückspielen muss, sollte das im Projekt gesondert klären.

Odoo DATEV Export im Multi-Company Betrieb

Mit mehreren Unternehmen in einer Datenbank kommen zusätzliche Punkte dazu.

Ein Export läuft immer nur für das aktive Unternehmen. Ein gemeinsamer Export über alle Mandanten hinweg ist nicht vorgesehen.

Die Nummernkreise brauchen eine Trennung. Debitoren- und Kreditorennummern müssen je Unternehmen eigene Sequenzen nutzen. Sonst überschneiden sich die Nummern zwischen den Mandanten.

Die Journale sind ebenfalls unternehmensbezogen zu wählen. Prüfe vor dem ersten produktiven Export jede Konfiguration einzeln.

Bei komplexen Strukturen lohnt sich eine Begleitung. Unser Team unterstützt Dich bei der ERP Implementierung und beim laufenden Odoo Support.


Einblicke in das Odoo DATEV AddOn der manaTec


Odoo DATEV AddOn von manaTec

Schließt die vier Lücken des Standardexports direkt in Deinem Odoo.

  • Debitoren- und Kreditorennummern automatisch vergeben
  • Kostenstellen KOST1 und KOST2 inklusive anteiliger Verteilungen
  • Belegfeld 1, Belegfeld 2 und Buchungstext je Journal konfigurieren
  • Exportierte Buchungen festschreiben und Doppelbuchungen ausschließen
  • Eindeutige Dateinamen aus Journal und Zeitraum


Odoo DATEV AddOn kaufen



Fazit zum Odoo DATEV Export

Der Odoo DATEV Export funktioniert im Standard und deckt die Grundlagen ab. Für viele kleinere Unternehmen reicht das aus.

Sobald Kostenstellen, eigene Nummernkreise oder eine saubere Referenz zwischen Rechnung und Zahlung dazukommen, stößt der Standard an seine Grenzen. Dann lohnt eine Erweiterung.

Sprich die Anforderungen früh mit Deiner Kanzlei ab. Welche Nummernkreise gelten, welches DATEV-Zielsystem im Einsatz ist und ob Kostenstellen gebraucht werden, entscheidet über die Konfiguration.

Wenn Du wissen willst, wie das in Deinem System aussieht, vereinbare ein Beratungsgespräch.

Häufige Fragen zum Odoo DATEV Export

Du wählst in der Buchhaltung unter Reporting den Zeitraum und die Journale aus. Odoo erzeugt daraus ein ZIP-Archiv mit CSV-Dateien im DATEV ASCII-Format. Auf Wunsch kommt ein XML-Paket mit den Beleg-PDF für DATEV Unternehmen online dazu. Die Datei lädst Du anschließend in DATEV hoch.


Nein. Seit Odoo 18 gehört der DATEV Export zum Standard. Ein externes Connector-Modul ist für den reinen Export nicht mehr nötig. Ergänzende Funktionen wie Kostenstellenexport oder Festschreibung liefert eine gezielte Erweiterung.


Der Standardexport überträgt die Felder KOST1 und KOST2 nicht. Die analytische Buchhaltung in Odoo wird beim Export nicht aufgelöst. Mit dem manaTec AddOn exportierst Du bis zu zwei Kostenstellen je Buchungszeile, inklusive anteiliger Verteilungen.


Im Odoo Standard gibt es keinen Schutz gegen einen erneuten Export desselben Zeitraums. Mit dem AddOn erhält jede exportierte Buchung ein Sperrkennzeichen und wird beim nächsten Export übersprungen. Die Sperre aufheben dürfen nur Buchhaltungs-Administratoren.



Das AddOn schreibt exportierte Buchungen fest, beschränkt das Aufheben der Sperre auf Buchhaltungs-Administratoren und macht jeden Export über den Dateinamen nachvollziehbar. Damit erfüllst Du zentrale Anforderungen der GoBD. Die abschließende Bewertung trifft Deine Kanzlei anhand Deiner Gesamtprozesse.




Quellenverzeichnis




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